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Wie ein altes vergammeltes
Möbelstück, das verstaubt in der hintersten Ecke eines
schmuddeligen Trödelladens steht, so war Neapel. Antonio
Bassolino hat das Juwel erkannt, das sich unter dem Schmutz verbirgt.
Er hat es herausgeholt, restauriert, poliert und nun strahlt
es wieder und jeder möchte seinen Glanz berühren. Antonio
Bassolino ist seit 1993 Bürgermeister von Neapel, der süditalienischen
Hafenmetropole, die schmeckt wie Espresso: oben cremig zart,
darunter stark, schwarz und süß. Die Essenz aller
Städte, nix für Landeier - Traum aller Stadtneurotiker!
Mit einem Minimum an Geld und einem Maximum an Engagement bekämpfte
Bassolino den Sumpf von Korruption und Camorra, der diese Stadt
zu ersticken drohte. Er holte noch im Jahr seiner Wahl den G7
Gipfel in die Stadt, strukturierte um, sanierte, organisierte,
erneuerte Grünflächen, öffnete Museen und schloss
die Piazza del Plebiscito für den Verkehr. Er machte Neapel
für Bewohner und Besucher wieder liebenswert. |