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.Um das alles zu begreifen, muss man eintauchen, denn von außen betrachtet bleibt Neapel unverständlich. Der erste Eindruck ist aus allen Richtungen der gleiche: bis zum Vesuv breitet sich ein unübersichtliches Häusermeer vor dem Auge aus, bestehend aus einer Flut an Farben und Baustilen, selbst an der Uferzone ist die Bebauung lückenlos. In den Straßen herrscht ein Chaos, das eine Orientierung fast unmöglich macht, denn weder die allgegenwärtigen Motorino noch die Autofahrer scheinen sich an irgendwelche Verkehrsregeln zu halten. Stoppschilder, Einbahnstraßen, selbst rote Ampeln werden lediglich als Empfehlung betrachtet. Wer sich als Fremder in Neapel hinter das Steuer wagt, muss hart gesotten sein. Dann allerdings macht das Fahren schon nach kurzer Zeit richtig Spaß.

Blick über die Stadt Neapel

 flinke Motorinos in der Innenstadt.Blick auf die Altstadt von Neapel.Chaotische Verkehrsverhältnisse

..Neapel hautnah erleben

..Am schönsten ist aber die Eroberung zu Fuß, denn Neapel platzt vor lauter Historie förmlich aus den Nähten und die Stadt geizt nicht mit den Zeugnissen ihrer Geschichte. Griechen, Römer, Langobarden, Normannen Spanier oder Österreicher, sie alle haben das jetzige Bild von Stadt und Region geprägt. Besonders das Barockzeitalter erlebte in Kampanien eine außerordentliche Blütezeit, in der Meisterwerke der Malerei, Baukunst und Musik von unvergleichlichem Wert entstanden, so dass Neapel in den vergangenen Jahrhunderten geradezu zu einem Pflichtreiseziel großer europäischer Intellektueller und Reisender avancierte.

Die Katakomben des Flavio - Amphietheaters.Marmorstatue in Pozzuoli

..Die Altstadt lässt noch heute den geometrischen Grundriss der Gründungszeit erkennen, mit Neapels zentraler Lebensader, der so genannten Spaccanapoli, als Hauptstraße. Sie teilt die Stadt über eine Länge von mehreren Kilometern schnurgerade durch. Wer sich hindurch treiben lässt, erlebt Süditalien pur. Es knattern die Motorinos durch die schmale Gasse, sitzen alte Männer in den Cafés, schimpfen die Hausfrauen lautstark über die Straße und oben drüber flattert die Wäsche zum Trocknen. Hier gilt es die Handtasche fest zu halten, denn die Kleinkriminalität konnte Bassolino nicht beseitigen und geklaut wird immer noch, wie in jeder großen Stadt dieser Welt. Wer sein Auto parken will, dem kann es passieren, dass er von einem "privaten" Parkwächter zur Kasse gebeten wird. Man sollte besser bezahlen, auch wenn in Wirklichkeit niemand auf den Wagen aufpasst. Dafür ist er bei der Rückkehr dann auch nicht beschädigt. Entwicklungshilfe auf neapolitanisch eben.

............Blick auf die Spaccanapoli in der Altstadt von Neapel

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